Ohne Zuckerzusatz aber trotzdem mit Zucker?!

July 15, 20254 min read

In diesem Newslettererfährst du:

  • Warum „gesund“ auf der Verpackung nicht immer auch wirklich gesund bedeutet

  • Marketingfallen

  • Wieso selbst dein handgepflückter Bioapfelsaft nicht gesund ist

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Ohne Zuckerzusatz aber trotzdem mit Zucker?!

Hallo Melanie,

hast du dich auch schon mal gefragt, ob das, was gesund aussieht, wirklich so gesund ist?Fitnessriegel, Fruchtsäfte oder Super-Bowl– viele Produkte in unseren geliebten Supermärkten wirken auf den ersten Blick wie eine gesunde Wahl. Schließlich steht da„ohne Zuckerzusatz“,„reich an Vitaminen“oder„100 % natürlich“auf der Verpackung. Klingt doch gut, oder?

In Wirklichkeit ist es manchmal nurkluges Marketing, das uns ein gesundes Gefühl verkauft. 100 % Frucht zum Beispiel heißt, dass der Saft komplett aus Frucht besteht – ohne zugesetzten Zucker, Wasser oder Aromen. Klingt erstmal super, aber: Ein Glas Apfelsaft enthält trotzdem24–26 g Zucker– also fast so viel wie einGlas Cola mit rund 27 g.Der Zucker im Saft stammt zwar aus der Frucht selbst, doch für deinen Körper macht das kaum einen Unterschied –am Ende bleibt es für den Körper Zucker.

Oder kennst du das? Es ist Winter, du fühlst dich schlapp – und plötzlich wirkt so ein Saft mit dem Aufdruck„reich an Vitamin C“wie genau das, was du jetzt brauchst. Du denkst: "Den kaufe ich mir, das ist jetzt bestimmt gut für mich." Vitamin C bekommst jedoch du auch ohne25 g Zucker pro Glas– zum Beispiel mit einer Paprika oder einer frischen Orange.

Eine Untersuchung von Foodwatch hat über200 Produkte mit Vitamin-Versprechenunter die Lupe genommen. Das Ergebnis:90 %davon waren zu süß, zu fettig oder zu salzig – trotz dem "shiny" Gesundheits-Image.

Werbung beeinflusst nachweislich, was wir essen – genau deshalb ist es wichtig, die häufigsten Marketingfallen zu erkennen, mit denen sichZuckerbomben im Wellnessmanteltarnen. Also legen wir los:

trotzdem mit Zucker

„Ohne Zuckerzusatz“heißt, es dürfen keine extra Zucker oder süßenden Zutaten zugesetzt werden.

Aber:Zucker aus Früchten oder Milch ist trotzdem erlaubt– z. B. in Fruchteis oder Fruchtjoghurt. Im Bild unten seht ihr ein super Bild der Verbraucherzentrale. Diese Soja-Joghurtalternative mit der Aufschrift "ohne Zuckerzusatz" enthält umgerechnet etwasieben Stück Zuckerwürfelin einem Becher, da der Zucker aus der Mango stammt.

Mit 7 Stück Würfelzucker hast du schon fast deine gesamte empfohlene Tagesmenge an Zucker erreicht.

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immer leicht

Ein Produkt darf als „light“ (oder „leicht“, „lite“) bezeichnet werden, wenn es im Vergleich zu einem ähnlichen Produkt mindestens30 % weniger Energie oder einen bestimmten Nährstoff enthält– etwa Fett oder Zucker. Wird jedoch beispielsweise der Fettgehalt reduziert, gleichen Hersteller den Geschmacksverlust häufig durch den Zusatz von Zucker, Stärke oder anderen Zusatzstoffen aus. Ein Light-Produkt darf also trotz geringerem Fettgehaltüberdurchschnittlich viel Zuckerenthalten – solange klar gekennzeichnet ist, dass sich die „Light“-Angabe ausschließlich auf den Fettgehalt bezieht.

dunkle Brot

Der Begriff „Vollkorn“ ist in der EU gesetzlich geschützt: Ein Produkt, das als „Vollkornbrot“ bezeichnet wird, mussmindestens 90 % Vollkornmehlenthalten.

Und wer sich gesund ernähren möchte, greift beim Bäcker oft gezielt zu dunklem Brot – aber Vorsicht: Nur weil das Brot eine dunkle Farbe hat, kannst du nicht automatisch davon ausgehen, dass das Brot gesünder oder vollwertiger ist.

Denn dunkles Brot besteht nicht zwangsläufig aus Vollkorn. Häufig wird Weißmehl verwendet und das Brot lediglich mitMalz, Zuckerrübensirup oder Karamelleingefärbt, um es vollwertiger aussehen zu lassen.

Viele Bezeichnungen wie„Mehrkornbrot“,„Körnerbrot“oder„Fitnessbrot“klingen gesund, sind aber nicht gesetzlich geschützt – und sagen nichts über den tatsächlichen Vollkornanteil aus.

Deshalb merke dir, beim Bäckerimmer nachzufragen,ob es wirklich ein Vollkornbrot ist.

Du siehst – beim Marketing wird ordentlich getrickst.

Marketingfallen zu entgehen?

Schau dir immer dieNährwerttabelleund dieZutatenlistean und beachte folgende Checkliste:

  • Zucker:möglichstunter 5 g pro 100 g

  • Gesättigte Fette:idealerweiseunter 5 g pro 100 g

  • Salz:nicht mehr als1,5 g pro 100 g

  • Zutatenliste:je kürzer und verständlicher, desto besser – weniger ist mehr!

Wenn du dich an diese Punkte hältst, bist du schon einen großen Schritt näher an einer bewussteren und gesünderen Wahl.

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Also das war's jetzt erstmal wieder von mir. Danke, dass du mir wieder deine wertvolle Zeit geschenkt hast,

bleib´ schön gesund,

Deine Melanie, Stefan und das gesamte Team Dr. Heart

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Quellen:

  • Verbraucherzentrale Hessen(o. J.).Ohne Zuckerzusatz, aber trotzdem mit Zucker. Abgerufen am 26. März 2025, vonhttps://www.verbraucherzentrale-hessen.de/lebensmittel/ohne-zuckerzusatz-aber-trotzdem-mit-zucker-72356

  • ZDF Wissen(2023).Fettarm und zuckerreduziert: Wie sinnvoll sind Light-Produkte wirklich? Abgerufen am 26. März 2025, vonhttps://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/light-produkte-wie-sinnvoll-sind-sie-100.html

  • SWR Marktcheck(2021).So schummeln Bäcker beim Vollkornbrot.Abgerufen am 26. März 2025, vonhttps://www.swrfernsehen.de/marktcheck/vollkornbrot-so-schummeln-baecker-100.html

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