Wer seine Daten kennt, lebt länger! - Interview von Dr. Waller & Dr. Meder
In diesem Newslettererfährst du...
wie KI Patienten heute schon helfen kann
2 wichtige Gefahren von KI, die du kennen solltest
wo du dir das gesamte Interview ansehen kannst

Hallo,
stell dir vor, dein Herz entwickelt ein ernstes Problem und eine KI könnte dich warnen, Monate oder sogar Jahre bevor du überhaupt etwas spürst.Klingt nach Science-Fiction, ist in Ansätzen aber heute schon Realität.
Was können wir 2026 erwarten? Wo kann KI uns schon heute konkret helfen? Wo liegen mögliche Gefahren? Und was kannst du selbst tun, damit KI zu einem echten Gamechanger für deine Gesundheit wird? Genau darüber habe ich mit Prof. Dr. med. Benjamin Meder gesprochen. Er ist stellvertretender Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Heidelberg und ein absoluter Spezialist für Digitalisierung in der Medizin und Künstliche Intelligenz.
Das gesamte Interview findest du am Ende des Newsletters. Hier schauen wir uns vorab an, wie du KI schon heute sinnvoll nutzen kannst und worauf du dabei achten solltest.
Wie gut hilft KI Patientinnen und Patienten heute wirklich?
ChatGPT und andere KI-Modelle sind in den letzten Jahren wirklich deutlich besser geworden. Und genau deshalb stellt sich heute natürlich die Frage: Können solche KI-Modelle medizinische Informationen wirklich verständlich erklären, richtig einordnenund im Alltag wirklich eine sinnvolle Unterstützung sein?
Interessant ist ja, dass KI inzwischen oft erstaunlich gute, verständliche und auch fachlich brauchbare Antworten liefert. Wichtig ist aber Folgendes: Diese Antworten sind nicht perfekt.Es kann immer mal Unschärfen geben, Ungenauigkeiten oder Dinge, die im individuellen Fall nicht ganz richtig eingeordnet werden.
Deshalb kann KI gut als erste Orientierung dienen. Sie kann helfen, medizinische Informationen besser zu verstehen und sich auf ein Gespräch vorzubereiten. Aber wenn es um echte Beschwerden, Diagnosen oder konkrete Entscheidungen geht, sollte man mit diesem Informationsstand immer noch einmalzu einer Ärztin oder einem Arzt gehen.
Der Tooltipp von Prof. Meder für Patientenempowerment ist also: Du kannst dich zunächst mit einem Sprachmodell vorinformieren. Die entscheidenden Fakten, die dabei herausstechen, kannst du anschließend noch einmal über die klassische Suche in einer Suchmaschine recherchieren, vor allem dann, wenn du es ganz genau wissen möchtest.
Mit dieser guten Faktenbasis kannst du dann ins Gespräch mit deinem Arzt gehen. Dadurch lassen sich solche Gespräche tatsächlich produktiver und auch für einen selbst angenehmer gestalten, weil man bereits eine erste Vorstellung hat

2 wichtige Gefahren von KI für Patienten
Nummer 1:
Bei jedem Large Language Model, also bei diesen Chatbots, sollte man zuerst prüfen, ob es richtig konfiguriert ist und ob die eigenen Daten geschützt sind.
In den Einstellungen gibt es dafür meistens verschiedene Optionen. Es macht auf jeden Fall Sinn dort einzustellen, dass die eigenen Daten nicht für Training oder zur Verbesserung des Modells verwendet werden.
Damit kann man sich wahrscheinlich schon einmal gut absichern, damit persönliche Daten nicht plötzlich weiterverwendet oder missbraucht werden. Das ist eine wichtige Gefahr: die eigene Privatsphäre zu schützen und die Datenhoheit zu behalten. Darauf solltest du auf jeden Fall achten. Oft sind das nur zwei, drei Klicks, und schon hat man deutlich mehr Privatsphäre.
Nummer 2:
Das zweite Risiko ist die Gefahr, dass man denkt: „Jetzt brauche ich das Gesundheitssystem gar nicht mehr, ich mache das alles selbst.“
Man fühlt sich vielleicht auf dem richtigen Weg, glaubt eine Diagnose zu haben und beginnt dann, sich selbst zu behandeln, im schlimmsten Fall auch mit fragwürdigen Methoden.
Solche Empfehlungen gibt es im Internet auch ganz ohne KI schon sehr viele. Zum Beispiel, dass man bestimmte Diagnosen angeblich mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Naturheilkunde einfach wieder wegmachen könne. Und dafür kann die KI nicht unbedingt etwas, weil sie diese Informationen aus den Weiten der Literatur und des Internets gelernt hat. Deshalb nutze KI lieber als erste Informationsquelle, um dir ein gutes Vorwissen aufzubauen, und suche anschließend mit diesem Wissen einen Experten auf.
Das war jetzt nur ein kleiner Einblick in die vielen spannenden Punkte, die ich mit Prof. Meder im Interview besprochen habe.
Wenn du wissen möchtest, wie KI schon heute in der Akutmedizin eingesetzt werden kann, wie Smartwatches, Ringe und andere Wearables Hinweise auf Vorhofflimmern, Schlafprobleme, Bluthochdruck oder weitere Risikofaktoren geben können und was uns die Zukunft der Medizin mit KI bringen könnte, dann schau dir unbedingt das gesamte Video an:
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Dr. Heart - Dr. Stefan Waller
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