Entzündungen LOSWERDEN und Arterien schützen!

November 16, 20214 min read
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In diesem Newsletter erfährst du:

  • Warum dein Immunsystem auf ungesundes Essen ähnlich reagiert wie auf eine bakterielle Infektion 😳

  • Was Forschende aus Bonn in zwei spannenden Studien über Ernährung, Entzündungen und das Immunsystem herausgefunden haben

  • Was du in deiner Ernährung beachten solltest, wenn du dein Herz schützen möchtest

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Reagiert unser Körper auf unser Essen ähnlich wie auf Bakterien?


Hallo Melanie,

eigentlich ist es doch ziemlich beeindruckend, was wir als Menschheit geschafft haben:

Unsere Lebenserwartung ist über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich gestiegen. Zwischen 1950 und 2020 ist die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland um rund 14 Jahre bei Männern und etwa15 Jahre bei Frauen gestiegen. Das ist der Wahnsinn! Die Medizin hat enorme Fortschritte gemacht – Infektionen, die früher ein Todesurteil waren, behandeln wir heute mit Tabletten, Impfungen, Notfallmedizin, Hightech-Operationen… nie zuvor konnten wir unser Leben so wirksam schützen wie heute.

Aber in einigen Industrieländern geht die Lebenserwartung erstmals wieder zurück.

Und das hat weniger mit neuen Erregern zu tun – sondern unter anderem mit etwas, das wir uns jeden Tag freiwillig zuführen. Wir haben jahrzehntelang daran geforscht, wie wir Infektionen am besten eindämmen und besiegen können – und gleichzeitig eine Ernährungsweise entwickelt, die das Immunsystem in eine Art Dauer-Alarmbereitschaft versetzt – vergleichbar mit der Reaktion auf eine Infektion.

Und leider ist das kein übertrieben dargestellter Vergleich

Das Forscher-Team einer Studie unter Federführung der Universität Bonn fütterten Mäuse einen Monat lang mit einer sogenannten „westlichen Diät“, die sich durch einen hohen Anteil an Fett und Zucker sowie einen geringen Ballaststoffgehalt auszeichnet. In der Folge entwickelten die Tiere eine massive körperweite Entzündung – vergleichbar mit der, die normalerweise nach einer Infektion mit gefährlichen Bakterien auftritt.

Jetzt denkst du vielleicht, das passiert bei Mäusen aber was ist beim Menschen?

In einer weiteren Studie unter Beteiligung der Uni Bonn wurden in Tansania über 300 gesunde Menschen untersucht – einige lebten in der Stadt Moshi, andere auf dem Land, in ländlicher Umgebung. Alle waren gesund. Niemand hatte eine akute Erkrankung.

Bei den Menschen, die in der Stadt lebten und sich westlich geprägt sowie stärker verarbeitet ernährten, wies das Immunsystem im Vergleich zu den Landbewohnern, die eine traditionellere, ballaststoffreichere Ernährung hatten, Veränderungen auf: Die Immunzellen der Teilnehmer aus Moshi produzierten mehr entzündungsfördernde Proteine. Obwohl sie gesund waren, zeigten sie im Blut also häufiger Anzeichen einer chronischen, leicht erhöhten Entzündungsaktivität. Und ein ständig aktiviertes Immunsystem kann das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Was genau waren also die Unterschiede?

Die Forschenden haben sich nicht nur das Blut der Teilnehmenden angesehen – sondern auch das, was darin aktiv ist: die RNA-Moleküle (also das, was in den Zellen gerade „gelesen“ und umgesetzt wird) und die sogenannten Metaboliten, also Stoffwechselprodukte.

Und hier wurde es richtig spannend:

  • Bei den Menschen auf dem Land – die sich noch weitgehend traditionell tansanisch ernähren, also mit viel Vollkorn, Gemüse, Obst und ballaststoffreichen Lebensmitteln – fanden sich im Blut deutlich mehr entzündungshemmende Substanzen, vor allem sogenannte Flavonoide.

  • Die Stadtbewohner dagegen hatten höhere Mengen an Metaboliten, die typisch für gesättigte Fette und verarbeitete Lebensmittel sind– genau das, was wir mit westlicher Ernährung verbinden. Insbesondere wird in der Studie hervorgehoben, dass bei den Stadtbewohnern jene Metaboliten, die mit dem Cholesterinstoffwechselin Verbindung stehen, erhöht waren.

Besonders interessant war aber folgendes:

Die Forscher stellten fest, dass sich die Immunaktivität je nach Jahreszeit veränderte –besonders bei den Stadtbewohnern.

Während der Trockenzeit – also zur Erntezeit, wenn mehr frisches, unverarbeitetes Essen verfügbar ist – ging die Entzündungsaktivität bei ihnen spürbar zurück.

Das heißt:Allein das, was gegessen wurde – saisonal bedingt – hatte innerhalb weniger Wochen Einfluss auf das Immunsystem.

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Warum das so wichtig für dich ist

Viele Menschen, die die Diagnose Arteriosklerose erhalten, machen sich auf die Suche nach natürlichen Mitteln, die ihnen helfen können, die Entzündungen im Körper zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Und tatsächlich gibt es unzählige Videos, Artikel und Empfehlungen zu entzündungshemmenden Nahrungsergänzungsmitteln – von Omega-3 über Kurkuma bis hin zu Vitamin D. Und ja, diese können in bestimmten Situationen durchaus sinnvoll sein. Aber was viele dabei übersehen: Der größte Einflussfaktor liegt auf unserem Teller.

Deine tägliche Ernährung hat einen direkten, tiefgreifenden Einfluss auf dein Immunsystem und die Entzündungsprozesse im Körper – und damit auch auf dein Risiko für Arteriosklerose und Herzinfarkte.

Es ist wichtig für dich zu wissen, dass dein Immunsystem nicht nur auf Viren und Bakterien reagiert, sondern auch täglich auf das, was du isst. Wenn du regelmäßig stark verarbeitete Lebensmittel, zu viel Zucker oder gesättigte Fette zu dir nimmst, kann dein Körper in einen Zustand chronisch erhöhter Alarmbereitschaft geraten.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Das Ganze funktioniert auch andersherum.

Schon wenige Wochen mit frischer, pflanzenbasierter Ernährung können deine Entzündungswerte senken.

Also mit diesem Wissen, was für ein Abendessen wirst du dir heute zubereiten?

Das war's mal wieder von uns.

bleib´ schön gesund,

Deine Melanie, Stefan und das gesamte Team Dr. Heart

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„Ernährung ist die tägliche Wahl zwischen Krankheit und Gesundheit.“

– Dr. Caldwell Esselstyn

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Quellen:

  • Christ, A., Günther, P., Lauterbach, M. A. R., Duewell, P., Biswas, D., Pelka, K., ... & Latz, E. (2018). Western diet triggers NLRP3-dependent innate immune reprogramming. Cell, 172(1–2), 162–175.e14.https://doi.org/10.1016/j.cell.2017.12.013

  • Universität Bonn. (2018, Januar 11). Fast Food macht Immunsystem aggressiv – ungesunde Ernährung führt zu dramatischen Veränderungen. https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/presseservice/archiv-pressemitteilungen/2018/010-2018

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