Top 10 Mythen über Bluthochdruck

July 15, 202510 min read

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In diesem Newsletter erfährst du:

  • Was wirklich hinter weit verbreiteten Blutdruck-Mythen steckt

  • Welche Werte als ideal gelten und was sich in den letzten Jahren geändert hat

  • Wie du deinenBlutdruck natürlich und effektiv selbst beeinflussen kannst (und damit viele schöne Jahre länger leben kannst)

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Mythos oder Wahrheit?

10 Fakten über Bluthochdruck


Hallo Melanie,

ich betone es immer wieder: Bluthochdruck ist weltweit gesehen der Killer Nummer 1, und nichts ist eine bessere Lebensversicherung als sich ein Leben lang ordentlich um seinen Blutdruck zu kümmern. Dementsprechend hört man auch von allen Seiten vieles über den Blutdruck bzw. den Bluthochdruck, was oftmals für etwas Verunsicherung sorgt, sodass wir heute mal die wichtigsten Fakten und Tipps zum Bluthochdruck etwas genauer anschauen werden.

Nummer 1: Der Blutdruck steigt mit dem Alter

Bei den meisten Menschen steigt der obere Blutdruckwert, der sogenannte systolischeBlutdruck, etwa ab dem 40. Lebensjahr an. Das liegt unter anderem daran, dass die Arterien im Alter an Elastizität einbüßen und dadurch steifer und härter werden.

Insgesamt betrachtet steigt also derBlutdrucktatsächlich bei den meisten von uns mit zunehmendem Alter an. Jetzt das große ABER: Das muss nicht so sein! Denn diesem Prozess kannst du mit guter Lebensführung, insbesondere regelmäßiger körperlicher Aktivität, gesunder Ernährung und effektivem, lebenslangem Stressmanagement effektiv entgegenwirken, sodass du auch in fortgeschrittenem Lebensalter auf Blutdruckmedikamente verzichten kannst.

Schau dir z.B. mal dieTsimane, ein noch von westlicher Zivilisation weitgehend unberührtes Volk an. Die haben wie du hier sehen kannst ein Leben lang wunderbare Blutdruckwerte (wie du unten sehen kannst schaffen sie das übrigens auch für ihr LDL-Cholesterin und ihr Gewicht 😳).

Wie machen die das?

Ganz einfach: Sie führen ein "artgerechtes Leben", sprich sie sind 90% ihrer Wachzeit auf den Beinen und sie ernähren sich von echten, vornehmlich pflanzlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln, so einfach!

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Nummer 2: Ein zu niedriger Blutdruckwert kann gefährlich werden

Kennst du vielleicht das Phänomen, dass dir schwindlig oder sogar schwarz vor Augen wird, wenn du zu schnell aufstehst? Häufig liegt das daran, dass der Blutdruck im Gehirn aufgrund der raschen Lageänderung für kurze Zeit zu niedrig ist. Man spricht hier von sog. orthostatischer Hypotonie. Im Extremfall kann dies bis zu einer Synkope, also einem Ohnmachtsanfall und zu teils folgenreichen Stürzen führen. Besonders gefährdet sind hierbei ältere Menschen, insbesondere wenn bei ihnen mit der Blutdruckeinstellung etwas über das Ziel hinausgeschossen wurde, oder z.B. andere Faktoren wie heißes Wetter oder eine bei alten Leuten ebenfalls häufige zu geringe Trinkmenge denBlutdruck zusätzlich absenken. Daher hat mir mein alter Oberarzt schon ganz früh beigebracht, gerade bei älteren Menschen den Blutdruck immer auch im Stehen zu messen! Solltest du also unter einer Blutdruckmedikation häufig Schwindel verspüren, dann ab zu deinem Arzt, der sollte die Blutdruckeinstellung am besten mit einer 24-Std.-Blutdruckmessung überprüfen und ggf. die Behandlung anpassen.

Umgekehrt ist es aber auch so, dass insbesondere junge gesunde Menschen von einem eher niedrigenBlutdruck, so lange er eben keine Beschwerden macht, profitieren, da unser Herz und unsere Arterien geschont werden.

Nummer 3: Der ideale Blutdruckwert ist umstritten

Im November 2017 führten die US-amerikanischen Kardiologie-Gesellschaften eine neue Definition von Bluthochdruck ein: In den USA leidet man seit dem schon bei einemBlutdruckvon über 130/80 mmHg unter einer Hypertonie Grad I. Bei über 140/90 mmHg ist bereits Grad II erreicht. Normal sei laut der US-Amerikaner einBlutdruckvon unter 120/80 mmHg. Dadurch wurden gewissermaßen „über Nacht“ 35 Millionen US-Bürger zu Bluthochdruck-Patienten und es traf auf fast die Hälfte der Amerikaner diese Diagnose zu (45,6 Prozent).

Diese Neudefinition des Bluthochdrucks hat auch in Europa zu großen Debatten geführt. Auf dem damals darauffolgenden Kongress europäischer und deutscher Kardiologen war man sich jedoch einig: Die europäischen und deutschen Hypertonie-Leitlinien bleiben hinsichtlich des allgemeinen Zielblutdrucks (<140/90 mmHg) beim Alten.

Obwohl wir Europäer uns da noch jahrelang zurückgehalten haben, lenken wir inzwischen in dieselbe Richtung ein. Hintergrund sind neue Studiendaten – insbesondere aus der großen chinesischen ESPRIT-Studie – die zeigen, dass eine Senkung des systolischen Wertes auf unter 120 mmHg bei Hochrisikopatient:innen signifikant seltener zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulärem Tod führt. In Kombination mit den Ergebnissen der US-amerikanischen SPRINT-Studie wächst nun auch in Europa die Überzeugung, dass bei guter Verträglichkeit der Medikamente ein systolischer Zielwert von 120 mmHg erstrebenswert ist.

Du kannst dir erstmal vereinfacht merken:

  • Nicht erhöht: <120/70 mmHg

  • Erhöht: systolisch 120–139 mmHg oder diastolisch 70–89 mmHg

  • Hypertonie: systolisch ≥140 mmHg oder diastolisch ≥90 mmHg

Aber nach dieser Übersicht kommen wir direkt zum nächsten Punkt:

Nummer 4: Der optimale Blutdruckwert ist individuell unterschiedlich

Blutdruckrichtlinien sind das eine – Patienten mit Ihren ganz individuellen Risiken und Begleiterkrankungen das andere. Daher macht es keinen Sinn alle Menschen bei der Blutdruckeinstellung stur über einen Kamm zu scheren. Gerade ältere Menschen setzen beispielsweise häufig ihre zur Blutdruckbehandlung eingesetzten wassertreibenden Diuretika ohne Rücksprache mit dem Arzt ab, weil sie sich sonst aus Angst vor Inkontinenz nicht mehr aus dem Haus trauen. Daher bleibt die effektive Blutdruckbehandlung trotz allgemeiner Zielblutdruckwerte eine auf den Patienten und an seine individuelle Lebenssituation anzupassende, in enger Absprache mit dem Patienten durchzuführende, ärztliche Maßnahme, die aber extrem lohnenswert ist.

Nummer 5: Mythos oder Wahrheit? Rezeptfreie Medikamente können den Blutdruck erhöhen

Vielleicht hast du schon einmal sogenannte Erkältungsmittel eingenommen, um durch die schlimmste Phase eines grippalen Infekts zu kommen? Dabei solltest du wissen, dass viele frei verkäufliche Medikamente Stoffe wie das sogenannte Pseudo-Ephedrin enthalten. Es wirkt aufputschend und ja es erhöht auch deinenBlutdruck. Auch die sogenannten nicht-steroidalen entzündungshemmenden Medikamente (NSAIDs) wie beispielsweise Ibuprofen können den Blutdruckum drei bis sechs Punkte erhöhen. Die regelmäßige Einnahme erhöht darüber hinaus das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das heißt aber nicht, dass du diese Medikamente nicht einnehmen darfst, vorübergehend und "bei Bedarf" stellt das meistens kein Problem dar, du solltest nur auch mit diesen rezeptfreien Medikamenten auf Dauer vorsichtig umgehen. Gerade wenn z.B. Schmerzmittel dauerhaft eingenommen werden müssen, lohnt es sich daher mit einem Schmerztherapeuten einen geeigneten Medikations- und Behandlungsplan zu erstellen.

Nummer 6: Ein bewusste und langsame Atmung kann den Blutdruck senken

Das klingt jetzt vielleicht für dich erstmal unspektakulär, aber glaub mir, Atemübungen haben eine immense Wirkung (siehe Studie!) Setz dich mehrmals am Tag für 3-5 Minuten hin, schließ die Augen und atme tief ein und aus. Konzentrier dich auf eine langsame, gleichmäßige Atmung. Diese kurzen Pausen aktivieren den Parasympathikus, das beruhigende Gegenstück zu deinem Stress-Nervensystem. Schon diese wenigen Minuten können deinenBlutdrucksenken.

Eine Meta-Analyse von 17 Studien hat gezeigt, dass langsames Atmen den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 5,62 mmHg und den diastolischen Blutdruck um 2,97 mmHg senken kann. Diese Reduktionen mögen auf den ersten Blick moderat erscheinen, aber in der Praxis können sie einen erheblichen Unterschied machen, insbesondere für Menschen, die ihre Blutdruckwerte ohne Medikamente kontrollieren möchten. Diese einfache Praxis kann also ein kraftvolles Werkzeug sein, um deinen Blutdruck im Alltag auf natürliche Weise zu senken.

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Nummer 7: Bluthochdruck macht häufig keine Beschwerden

Das stimmt (leider!)

Kennst du eigentlich die typischen Symptome für einen zu hohenBlutdruck? Wahrscheinlich nicht, denn in den meisten Fällen macht ein zu hoherBlutdruckerstmal gar keine Beschwerden. Das ist tückisch, denn dadurch wird er manchmal erst erkannt, wenn er bereits zu seinen gefürchteten Komplikationen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt geführt hat. Die meisten Menschen erfahren bei einer Routinekontrolle beim Hausarzt, dass sie unter einer Hypertonie "leiden". Es kann sich zudem oftmals als schwierig erweisen, einen Bluthochdruck auf die Schnelle zuverlässig zu erkennen, da unsere Blutdruckwerte natürlicherweise stark variieren, im Lauf eines Tages um 30 bis 40 mmHg und somit einzelne Blutdruckwerte oft wenig aussagekräftig sind. Am sichersten ist daher im Zweifel eine 24-stündige Langzeit-RR-Messung. Wenn es doch mal zu Symptomen kommen sollte, sind diese eher unspezifisch wie z.B. Kopfschmerzen, vor allem im Hinterkopf in den frühen Morgenstunden, Schwindel, Herzstolpern, Ohrensausen, Müdigkeit oder Nasenbluten, aber wie gesagt, derartige Beschwerden sind eher die Ausnahme als die Regel.

Nummer 8: Ein gesunder Lebensstil kann vor der Einnahme von Medikamenten bewahren

Das ist in vielen Fällen richtig! Eine kluge Ernährung mit Verzehr von reichlich Obst, Gemüse und unverarbeiteter, frischer Kost und in vielen Fällen auch ein Zurückschrauben beim Salzkonsum können denBlutdruckschon bedeutsam senken. Dauerhaftes Abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt ist ebenfalls sehr effektiv! Grob gesagt geht man davon aus, dass derBlutdruckpro kg Gewichtsabnahme um ca. 1 mmHg abfällt. Und natürlich dürfen wir den großen Game-Changer Sport nicht vergessen: In einer Studie aus dem Jahr 2016 stellten schwedische Forscher fest, dass regelmäßige körperliche Aktivität den systolischen Wert bei Bluthochdruck um durchschnittlich elf Punkte senken kann. Gerade Menschen, die nur leicht erhöhten oder beginnendenBlutdruckhaben, können also durch eine konsequente Lebensstiloptimierung ihre Blutdruckmedikamente wieder loswerden, aber auch Patienten mit ausgeprägtem Bluthochdruck können ihren Hypertonus deutlich besser in den Griff bekommen und ggf. Medikamente einsparen.

Nummer 9: Ein Handtrainer kann deinen Blutdruck senken

Gute Nachricht für alle, die ungern joggen: Um denBlutdruckzu senken, muss es nicht unbedingt Joggen sein – auch wenn ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass Joggen eine tolle Sache ist, nicht nur für denBlutdruck, sondern vor allem auch für die Stimmung! Wichtig ist, überhaupt auf ausreichend körperliche Aktivität zu kommen. Auch z.B. ein einfaches Training mit einem Handtrainer kann effektiv sein, um den Blutdruckzu senken. In einer Studie von 2016 der Forschergruppe Carlson et al. konnte z.B. einfaches achtwöchtiges Training mit einem Handtrainer den systolischenBlutdruckum 7 mmHg senken. Man drückt das Gerät für zwei Minuten und wechselt dann die Hand. Am besten mehrfach pro Woche für ca. eine Viertelstunde üben. Das kannst du sogar vor dem Fernseher mit Netflix und Co. machen. Auch Kraftsport allgemein kann denBlutdruckauf Dauer senken, wichtig ist hierbei aber auf die Pressatmung zu verzichten, die während des Trainings zu gefährlichen Blutdruckspitzen führen kann. Aus gesundheitlicher Sicht optimal ist eine Kombination aus regelmäßigen Ausdauer- und kraftbetonten Sporteinheiten.

Nummer 10: Regelmäßig deinen Blutdruck zu kontrollieren und ggf. Anpassung der Medikamente ist wichtig

So ist es: Bringe also nicht nur dein geliebtes Auto regelmäßig zur Inspektion, sondern gönne auch deinem Körper die entsprechende Fürsorge und Pflege. Gehe also regelmäßig zu den von den Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr angebotenen „Check-up-Untersuchungen“, bei denen nicht nur derBlutdruck, sondern noch viele weitere wichtige Gesundheitstests durchgeführt werden. Auf diese Weise können Erkrankungen frühzeitig erkannt oder noch besser durch rechtzeitiges Gegensteuern sogar komplett verhindert werden. Das ist wahre Prävention.

Doch Vorsorge hörtnicht in der Arztpraxis auf.Zwischen den empfohlenen Check-up-Untersuchungen kann sich dein
Blutdruckdurch Stress, Ernährung, Schlaf oder Bewegung verändern. Deshalb empfehle ich immer,denBlutdruckauch im Alltag im Blick zu behalten, zum Beispiel mit einem smarten Begleiter wie dem Hilo-Blutdruckarmband.

Warum das Hilo-Blutdruckarmband?

Das Hilo Band ist dein Begleiter im Alltag für deine Blutdruckmessung. So kannst du deinenBlutdruck rund um die Uhr überwachen und bekommst ein umfassendes Bild. Das heißt, du musst nicht mehr daran denken, deinenBlutdruckzu messen oder deine Messwerte zu notieren. Denn es ist leicht, wasserfest und begleitet dich überallhin. Das Armband überwacht deinenBlutdruck kontinuierlich und automatisch, sodass du dir keine spezielle Routine merken musst.

Das Hilo Band ist ein klinisch validiertes, medizinisches Wearable, das auf mehr als 20 Jahren peer-reviewter Forschung und 11 Milliarden Datenpunkten basiert und dir personalisierte Daten und Erkenntnisse liefert, denen du vertrauen kannst.

Es sendet deine Echtzeitdaten direkt an deine App, wo sie für fortschrittliche, KI-gestützte Analysen, personalisierte, umsetzbare Erkenntnisse und zukünftige Gesundheitsprognosen verwendet werden. So erhältst du das Wissen, das Know-how und die Motivation, die du benötigst, um positive Veränderungen vorzunehmen und gesündere Gewohnheiten zu entwickeln.

Studien der American Heart Association zeigen, dass Menschen, die ihrenBlutdruckregelmäßiger messen, Probleme früher erkennen und eine bessere Blutdruckkontrolle erreichen. Das ist letztlich ganz im Dr. Heart Sinne von "Patient empowerment", die Diagnostik kommt direkt in die Lebenswelt der Menschen.

Wenn du dir ein umfassendes Bild davon machst, wie sich deinBlutdruckim Laufe des Tages verändert und schwankt, kannst du einen Zielbereich festlegen und deine „Zeit im Zielbereich” beobachten. Das bedeutet, dass dir die täglichen Daten weitaus mehr über Ihre Blutdruckgesundheit und die Faktoren, die sie beeinflussen, verraten, als einzelne Messwerte es jemals könnten.

Ja, dies ist eine Affiliate-Aktion, wir empfehlen dir aber nur Dinge, die wir auch persönlich für vorteilhaft halten! Dies ist hier aus den o.g. Gründen der Fall.

Hier zum Blutdruckarmband

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Also fassen wir nochmal zusammen:

Die meisten von uns sterben viel zu früh an Erkrankungen, die wir selbst verhindern könnten und ein guter Blutdruck ist eine der wichtigsten Lebensversicherungen überhaupt.

Blutdruck Blutdruckmessgerät zu.

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Blutdruck

Bleib´ schön gesund,

Deine Melanie, Stefan und das gesamte Team Dr. Heart

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